Seit den 70er Jahren gibt es einen starken Einfluss Japans in der europäischen Keramik. Die Schalen, die in der Teezeremonie eingesetzt werden und dem meditativen Betrachten dienen, erfreuen sich in Japan großer Wertschätzung und sind längst auch in den westlichen Formenkanon eingegangen.
Michael Sälzer reflektiert mit seinen Teeschalen den Prozess des Freidrehens.
So werden auf der Drehscheibe geformte und zunächst rund laufende Körper aus ihrer Rotationsachse gebracht. Mit einer so entstehenden tanzenden und „eiernden“ Bewegung des Gefäßkörpers macht er den Drehprozess sichtbar. Ein persönlicher Rhythmus wird ablesbar.